HP Matthias Behnke
0175 - 166 94 23

Arthrose natürlich behandeln

Wäre Arthrose altersbedingter Verschleiß, dann müssten wir das so hinnehmen, ohne etwas dagegen machen zu können. Unsere Gelenke haben aber Eigenschaften, dank derer sie nicht verschleißen können, wenn sie gesund sind. Arthrose entsteht entweder bei einem gestörten Stoffwechsel oder durch Fehlstellungen im Gelenk. Manchmal spielen beide Faktoren eine Rolle. Für beide Bereiche biete ich Therapien gegen die Schmerzen der Arthrose an.

Arthrose ist kein altersbedingter Verschleiß

Es fällt auf, dass manche Menschen starke Gelenkschmerzen haben, bei denen der Knorpel im MRT sehr gesund aussieht, während bei anderen Menschen als Zufallsbefund stark degenerierte Knorpel entdeckt werden, obwohl sie keine Schmerzen haben.

Für Arthrose ist auch typisch, dass sich schmerzhafte Phasen mit schmerzfreien Phasen abwechseln. Offensichtlich entscheidet das Ausmaß der Knorpeldegeneration nicht über die Stärke der Schmerzen.


Die Aussage: ‚Das ist altersbedingter Verschleiß, da kann man nichts machen‘ passt nicht zu diesen Beobachtungen. Die Idee vom Verschleiß ist ohnehin nicht stimmig, denn unser Organismus befindet sich in einem immerwährenden Regenerationsprozess – im Unterschied zur Maschine. Bewegung fördert sogar den Regenerationsprozess, während zu wenig Bewegung den Knorpel verkümmern lässt.

Bewegungsmangel fördert Arthrose

Warum ist das so? Gelenkknorpel erhalten ihre Nährstoffe nicht über Blutgefäße. Sie haben keine, weil die bei jeder Belastung des Gelenks abgedrückt würden. Stattdessen erhalten Knorpel Nährstoffe aus der Gelenksflüssigkeit, von der sie umspült sind.

Obwohl die Knorpelschicht sehr druckfest ist, macht sie ihre Gitterstruktur gleichzeitig sehr elastisch. Bei Belastung wird der Knorpel zusammengedrückt. Dabei werden Stoffwechselabfälle aus dem Knorpel herausgedrückt und über die Gelenksflüssigkeit abgeführt. Bei Entlastung dehnt sich die Knorpelschicht wieder aus und zieht dabei die in der Gelenksflüssigkeit enthaltenen Nährstoffe herein. Ein Knorpel ernährt sich also durch den häufigen Wechsel von Belastung und Entlastung während der Bewegung.

Bewegungsmangel bedeutet für den Knorpel Nährstoffmangel. Er degeneriert weil er verhungert. Auf diese Weise kann Arthrose entstehen. Das gilt auch dann, wenn Sie steif und unbeweglich geworden sind. Wenn Sie ein Gelenk nicht mehr frei in seinem theoretisch möglichen Umfang bewegen können, dann findet in Teilbereichen des Gelenkknorpels keine Be- und Entlastung mehr statt. Diese Bereiche des Knorpels verhungern, wenn sie zu wenig Nährstoffe erhalten.

Arthrose durch Fehlhaltung

Die Entwicklung zu Steifheit und eingeschränkter Beweglichkeit habe ich auf den vorangegangenen Seiten beschrieben. Bewegungsmangel und einseitige Bewegungsmuster fördern eine höhere Spannung in der Muskulatur bzw. in den Faszien. Chronische Muskelverspannungen führen zu Fehlhaltungen.

Für den Gelenkknorpel hat das zwei Nachteile:

  1. Verspannte Muskeln sind verkürzt. Sie ziehen an Knochen oder stauchen Gelenke. Das engt den Gelenkspalt ein. Der Knorpel hat nicht mehr genug Platz, um sich durch Druck und Entlastung ausreichend zu ernähren. Auf Dauer erhöht sich das Risiko für Arthrose.
  2. Die Folge einseitiger Bewegungsmuster ist, dass nicht die gesamte Fläche des Knorpels be- und entlastet wird. Wer also nicht alle von Natur aus möglichen Gelenkwinkel ausschöpft, lässt Teilbereiche des Knorpels im Gelenk verkümmern.

Ein Regenerationsprozess besteht immer aus abbauenden und aufbauenden Prozessen. Bei Arthrose überwiegen die abbauenden Prozesse. Die folgenden Maßnahmen können eine Regeneration der Gelenkknorpel fördern:

  1. Bewegung: Unsere Gelenkknorpel erhalten ihre Nährstoffe durch Bewegung. Häufig nimmt unsere Beweglichkeit während des Lebens ab. Gehen Sie regelmäßig spazieren oder Schwingen (nicht Springen) auf einem Minitrampolin, um die Durchblutung und Nährstoffversorgung der Gelenke zu optimieren.
  2. Beweglicher werden: Wir merken die Bewegungseinschränkung vielleicht daran, dass wir Schwierigkeiten haben, unser Bein soweit anzuheben, dass wir problemlos unsere Socken anziehen können. Für eine höhere Beweglichkeit und eine Entlastung in den Gelenken lassen sich mit einer Faszientherapie verspannte Faszien lösen. Passende aktive Dehnübungen verhelfen Ihnen wieder zu einer größeren Beweglichkeit.

Arthrose durch Scherkräfte

Verspannte, also verkürzte Muskeln verändern die Bewegungsmuster im Gelenk. Es können Scherkräfte auftreten, so dass sich am Knorpel Risse bilden. Was wir als Gelenkschmerz wahrnehmen, hat seine Ursache meist in verhärteten Muskelansätzen um das Gelenk. Wenn ich verspannte Faszien löse, entlaste ich die Gelenke. Das hilft gegen die Schmerzen und das Gelenk lässt sich wieder freier bewegen.

Facettengelenks-Arthrose

Jeder Wirbel hat zwei Facettengelenke als Führung zum Nachbarwirbel. Nicht nur, wenn die Bandscheiben an Höhe verlieren sondern auch bei Fehlstellungen von Wirbeln steigt die Druckbelastung auf die Facettengelenke, so dass sie verschleißen können. In der Folge entstehen anhaltende Belastungsschmerzen. Eine Entlastung der Facettengelenke durch Korrektur von Wirbelfehlstellungen und durch Lockern von Faszien hilft gegen diese Schmerzen.

Sind Facettengelenke verschlissen,  bilden sich häufig Knochenauswüchse (Osteophyten). Die können dann die Nervenaustrittslöcher der Wirbelsäule verengen. Die Bedrängung der Nerven verursacht Schmerzen, die meist auch in andere Körperbereiche ausstrahlen. Auch hier ist eine Entlastung der Facettengelenke eine Maßnahme gegen Schmerzen.

150 MHz-Befeldung

Die Befeldung der betroffenen Gelenke mit einer 150 MHz-Welle wirkt spürbar gegen die Gelenkschmerzen. Sie wirkt gegen die Entzündungen im Gelenk und vermag eine Regeneration der Knorpelsubstanz anzustoßen. Die Wirksamkeit dieses Verfahrens ist durch umfassende universitäre Forschungen belegt und wurde in einer medizinischen Zulassungsstudie durch Prof. Dr. Wolfgang Pries im Bereich der Kniegelenksarthrose eindrucksvoll nachgewiesen. Die 150 MHz-Befeldung biete ich therapiebegleitend an.

Ernährungsbedingte Arthrose

Verschiebt sich das Milieu im Gelenk nur leicht in die saure Richtung, werden unsere elastischen Gelenkknorpel starr und brüchig. Infolgedessen schwillt der Gelenkknorpel an. Es entsteht Reibung im Gelenk. Ein saures Milieu in den Gelenken fördert entzündliche Prozesse und erhöht die Schmerzempfindlichkeit im Gelenk. Gleichzeitig übersäuert die Muskulatur. Sie versteift sich und wird schmerzempfindlicher. Der Betroffene schränkt sich in der Bewegung ein – nicht gut für den Knorpel, siehe oben.

Unsere Nahrung wird im Stoffwechsel zu Basen und Säuren abgebaut. Unsere typische Zivilisationskost verstoffwechselt zu sauer. Das heißt, wir essen zu viele Lebensmittel die überwiegend zu Säuren abgebaut werden. Einen großen Anteil hieran hat in unserer Gesellschaft der hohe Konsum von konzentriertem, tierischem Eiweiß, das sehr sauer verstoffwechselt. Sie können mit einer gezielten Ernährung spürbar die Schmerzen der Arthrose reduzieren.

Wenn Nährstoffe erst gar nicht in die Gelenkflüssigkeit gelangen, aus der sich Knorpel ernähren, leiden Knorpel ebenfalls an Nährstoffmangel. Das ist der Fall, wen Sie zu viel Eiweiß essen, vor allem das konzentrierte tierische Eiweiß. Dann füllen sich die Eiweißspeicher zu sehr und verstopfen die Kapillarfilter, in deren Bereich die Speicher sitzen. Den Nährstoffen ist der Weg aus den Blutgefäßen über das Gewebe in die Gelenkkapsel verbaut. In der Folge bekommen die Knorpel nicht die Nährstoffe, die sie brauchen und degenerieren. Das hat Prof. Dr. Wendt hinreichend erforscht. Mit der richtigen Ernährung machen Sie den Weg für die Nährstoffe wieder frei.

Hilfreiche Nahrungsergänzung

Nahrungsergänzungsmittel sind bei Arthrose aus unterschiedlichen Gründen wirksam. Die einen reduzieren Schmerzen, indem sie gegen Entzündungen wirken. Hierzu gehören Weihrauch, Hagebutte oder Teufelskralle.

Andere Nahrungsergänzungsmittel verbessern die Knorpelsubstanz. Es sind natürliche Bestandteile des Knorpels, werden nachweislich sehr gut vom Körper aufgenommen und in das Knorpelgewebe eingelagert. Hierzu gehören Glucosamin, Chondroitin und Kollagen-Hydrolysat.

Kollagen ist ein wesentlicher Bestandteil der Knorpelgrundsubstanz (Matrix). Kollagen-Hydrolysat stimuliert die Knorpelbildung und fördert die Regeneration des Knorpelgewebes.

Mit zunehmendem Alter verringert sich der Anteil von Glucosamin und Chondroitin im Knorpel. Diese Eiweiß-Zucker-Verbindungen haben eine enorme Wasserbindefähigkeit. Sie machen den Knorpel gleitfähig und elastisch. Zudem unterstützen sie die knorpelbildenden Zellen.

Vitamin C wird im Gelenk zur Bildung des Kollagens gebraucht. Bei Menschen mit Gelenkbeschwerden zeigt sich häufig ein Mangel an Vitamin E. Beide Vitamine sind im Team wirksamer. Sie fangen freie Radikale ab. Somit vermindern sie ebenfalls die Entzündungsbereitschaft im Gelenk.

Eine 1995 veröffentlichte Studie zeigte, dass die Schwefelkonzentration in einem durch Arthrose angegriffenen Knorpel nur ein Drittel der Konzentration eines gesunden Gelenks beträgt. Das gilt auch für entzündete Gelenke. MSM versorgt die Gelenke mit biologisch aktivem Schwefel, wirkt schmerz- und entzündungshemmend. Es erhöht die Durchblutung, entspannt verhärtete Muskulatur und reduziert den Knorpelabbau. Man vermutet, dass der in MSM enthaltene Schwefel die Vernetzung der Glukosamine fördert. Dafür spricht, dass die kombinierte Einnahme von Glukosamin und MSM weitaus besser wirkt, als bei der jeweiligen Einzelanwendung.