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Magenbeschwerden, Asthma, Herzrhythmusstörungen, Tennisarm – alles wegen der Wirbelsäule

Wenn Sie Magenbeschwerden haben – als Beispiel – und bei den Untersuchungen nichts gefunden wird, dann könnte die Ursache auch bei der Wirbelsäule liegen. Den Zusammenhang finden wir erstmal erstaunlich. Aber Magen und Wirbelsäule sind über das Autonome Nervensystem miteinander verbunden. Das regelt alle Vorgänge im Körper, die wir nicht bewusst steuern können. Dazu gehört der Regenerationsprozess oder die Blutversorgung der Organe. Wenn ein fehlstehender Wirbel die Nervenleitungen bedrängt, so dass Informationen nicht ordentlich weitergeben können, gerät das damit verbundene Organ in einen schlechten Zustand. Das kann die Ursache von Symptomen sein.

Wir sind voll verkabelt

Der Körper ist hierarchisch aufgebaut. Unsere Chefetage liegt oben im Gehirn. Sie wertet ständig Informationen aus, die aus allen Körperregionen gemeldet werden und schickt Anweisungen an den Körper zurück. Sie laufen vom Gehirn über das Zentrale Nervensystem im Wirbelkanal und verlassen es über die Spinalnerven,  die zwischen jedem Wirbel links und rechts austreten. Von dort laufen alle Informationen über die Nerven weiter bis zum Zielorgan.

Auf diese Weise werden alle Vorgänge im Körper, der Blutdruck, der Hormonhaushalt, die Zellregeneration geregelt. Fehlstellungen der Wirbelsäule und Fehlhaltungen können das Nervensystem dehnen und verspannen. In diesem Fall werden die Signale häufig fehlerhaft weitergegeben. Es entstehen organische Beschwerden.

Wenn Wirbel auf die Nerven gehen

Das Nervensystem ist schrecklich kompliziert. Ich könnte hier eine ganze Doktorarbeit schreiben. Zum Glück müssen wir das alles gar nicht wissen. Für uns ist Folgendes interessant. Wenn wir die Nerven von jedem Organ, von jedem Körperbereich bis zu den Spinalnerven verfolgen, dann wissen wir, zwischen welchen Wirbeln sie mit dem Zentralen Nervensystem verbunden sind. So können wir jedes Organ einem bestimmten Wirbel zuordnen. Deshalb können wir sagen: Die Fehlstellung des sechsten Brustwirbels kann Magenprobleme auslösen.

Auf diese Weise lässt sich jeder Wirbel einem Organ zuordnen. Gute Körperfunktionen brauchen einen reibungslosen Informationsaustausch zwischen der Körperperipherie und unserer Steuerzentrale (Gehirn). Bei bestimmten organischen Beschwerden sollten wir den zugehörigen Wirbel genauer überprüfen.

Störung im Kommunikationsnetz

Das Gehirn wertet alle Informationen aus, die es erhält und gibt entsprechende Anweisungen zurück. Das sind einerseits motorische Signale, über die unsere Bewegung gesteuert wird, andererseits sensible Signale, die für unser Körperempfinden verantwortlich sind. So werden sämtliche Vorgänge im Körper geregelt:

  • Stoffwechselvorgänge, Hormonausschüttung – oder die Zellregeneration der Organe.
  • Motorische Bewegungen (ein typischer Test auf den Zustand eines Nervens ist, wenn ein Arzt, eine Ärztin die Füße des Patienten gegen seinen, ihren Druck in Richtung Rumpf anziehen lässt.)
  • Reflexe (Ein bekannter Reflex ist der Kniesehnenreflex. Wenn ein Arzt, eine Ärztin mit dem Hammer auf die Patellasehne unter der Kniescheibe schlägt, zuckt das Bein nach vorn. Mit diesem Reflex lässt sich prüfen, ob durch einen Bandscheibenvorfall z. B. der Nerv beeinträchtigt ist.)
  • Hautempfindungen (Ein Arzt, eine Ärztin kann den Zustand eines Nerven bei Rückenbeschwerden beurteilen, indem er/sie die Sensibilität oder die Temperatur der Haut durch Berührung prüft.)

All diese Funktionen könnten durch fehlstehende Wirbel beeinträchtigt werden. Wenn Beschwerden weit entfernt von der Wirbelsäule auftreten, sieht man nicht unbedingt einen Zusammenhang mit der Wirbelsäule. Jetzt wissen Sie, dass es sein kann.

Körperbereiche einzelnen Wirbeln zuordnen

Wie gesagt können wir jeder Körperregion einen eigenen Wirbel zuordnen. Hier einige Beispiele aus meiner Praxis:

  • Blockaden im Halswirbelbereich können eine Ursache für Kopfschmerzen sein, aber auch für Schmerzen oder Kribbeln in Schulter, Arm oder Hand.
  • Im Bereich des 1. Halswirbels (Atlas)
  • Der 3. Halswirbel hat eine Verbindung zum Trigeminus-Nerven. Seine Korrektur konnte bei der Lähmung des Gesichtsnerven helfen.
  • Im Übergangsbereich von Halswirbel- und Brustwirbelsäule entspringen die Nerven, die in die Arme  abzweigen. Ein Tennisarm oder das Karpaltunnelsyndrom kann durch die Irritation dieser Nerven verursacht sein.
  • Der 3. Brustwirbel ist der „Lungenwirbel“. Es kommt vor, dass Menschen nach seiner Korrektur freier atmen können. Patienten mit Asthma sollten diesen Wirbel untersuchen lassen.
  • Der Spinalnerv am 6. Brustwirbel versorgt den Magen. Wenn eine Fehlstellung dieses Wirbels Magenbeschwerden, Übersäuerung, Sodbrennen auslöst, dann befindet sich die Fehlstellung interessanterweise immer auf der rechten Seite.
  • Der 10. Brustwirbel „geht an die Nieren“. Hinweise auf seine Blockade zeigen sich selten direkt im Bereich der Nieren sondern eher durch Müdigkeit, Hauterkrankungen, Wassereinlagerungen.
  • Häufig blockiert sind der 4. und der 5. Lendenwirbel. Geradezu klassisch sind die Probleme mit dem Ischiasnerven. Ihm verdanken wir Schmerzen im Gesäß und den Beinen bis in die Füße. Ein schwaches Bein oder plötzliches Wegknicken des Beines können ihre Ursache bei diesen Lendenwirbeln haben.
  • Häufig treten Knieschmerzen oder Schmerzen in den Beinen auf, deren Ursache eine Fehlstellung des 5. Lendenwirbels ist – auch dann, wenn man keine Symptome in der Lendenwirbelsäule hat.